Inspektion von Forstmaschinen vor dem Winter – eine praktische Checkliste

Der Wechsel von Herbst zu Winter ist die Zeit, in der all die kleinen Dinge, die im Sommer nicht auffielen, bei Maschinen in den Vordergrund treten. Die Temperatur sinkt, das Material wird härter und Öle und Schläuche beginnen, anders zu funktionieren.
Im Folgenden finden Sie drei wichtige Bereiche, die jeder Besitzer einer Harvesters oder eines Forwarders vor dem Winter überprüfen sollte. Dies ist eine einfache und bewährte Checkliste, um Ihre Forstmaschine für die Arbeit vorzubereiten.

1. Dichtungen und Schläuche

Im Herbst arbeitet die Maschine unter Bedingungen fast ständig hoher Luftfeuchtigkeit. Wenn der erste Frost einsetzt, wirkt das zu Eis werdende Wasser wie ein Keil – es vergrößert jede Lücke und schwächt die Struktur der Schläuche.

Worauf wir besonders achten:

  • Mikrorisse an Hydraulikschläuchen,
  • der Zustand der Dichtungen an Zylindern, Drehvorrichtungen und der Harvesterkopf,
  • Bereiche, die hohem Druck ausgesetzt sind – selbst ein minimales Leck kann sich im Winter schnell vergrößern.

Warum ist das wichtig?
Mit sinkender Temperatur werden die Schläuche steifer und zuvor unsichtbare kleine Mängel werden sichtbar. Durch eine schnelle Überprüfung können Sie Probleme erkennen, bevor sie sich unter Druck zu Lecks entwickeln.

2. Batterien und elektrisches System

Batterien sind die Komponenten, die am stärksten von winterlichen Bedingungen betroffen sind. Schon wenige Grad unter Null reichen aus, damit eine schwächere Batterie einen erheblichen Teil ihrer Kapazität verliert. Dies ist ein normales physikalisches Phänomen, aber das Problem beginnt, wenn die Batterie bereits ziemlich alt ist.
Bei der Inspektion führen wir Folgendes durch:

  • Messung der Ruhespannung und Belastungstest,
  • Qualitätskontrolle der Anschlüsse, Klemmen und Klemmen (Oxidation = schlechterer Stromfluss),
  • Inspektion der Kabel und Stecker, die der Herbstfeuchtigkeit ausgesetzt sind.

Das Ergebnis der Inspektion?
Die Maschine startet auch bei niedrigen Temperaturen problemlos. Im Winter reicht eine „fast“ funktionsfähige Batterie nicht aus – was zählt, ist eine Batterie, die einen zuverlässigen Start gewährleistet.

3. Hydrauliksystem

Das Hydrauliksystem ist das Herzstück der Maschine. Sein Betrieb bei niedrigen Temperaturen unterscheidet sich von dem im Sommer – das Öl verdickt sich und die Filterung wird weniger effizient. Wenn das System leicht verschmutzt ist oder einen alten Filter hat, spürt man sofort den Unterschied im Betrieb der gesamten Maschine.
Bei der Vorbereitung auf die Wintersaison überprüfen wir:

  • den Zustand und die Sauberkeit der Filter,
  • den Ölstand und seine Viskosität (manchmal lohnt es sich, einen Ölwechsel in Betracht zu ziehen),

Warum lohnt es sich, dies zu überprüfen?
Im Winter erhöht jeder Widerstand im System den Verschleiß der Komponenten. Eine gut gewartete Hydraulik verbessert die Arbeitsgeschwindigkeit und die Lebensdauer der Komponenten.

Der Herbst und der frühe Winter sind die besten Zeiten, um eine schnelle Überprüfung durchzuführen und Dinge zu reparieren, die normalerweise unbemerkt bleiben. Mit diesem Ansatz können Sie kleinere Anpassungen sofort vornehmen, anstatt erst zu reagieren, wenn die Maschine ausfällt.

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